
Welches Volume Profile in ATAS verwenden
Also, welches Volume Profile sollten Sie in ATAS für eine komfortable Analyse verwenden? Es gibt zwei Optionen, und nur eine davon passt für uns.
- TPO Profile (in der Indikatorenliste) — für periodenbasierte Profile: Tag, Woche, benutzerdefinierter Zeitraum usw. Hier nicht unsere Wahl, weil wir ein Profil direkt über einen beliebigen Chartabschnitt zeichnen möchten.
- Zeichenobjekt Volume Profile (links im Menü oder per Tastenkürzel) — unsere Wahl: Damit lässt sich ein beliebiger Abschnitt des Charts markieren und ein Profil darüber aufbauen.
Profil-Einstellungen: was aktiviert werden soll
Schauen wir uns das Zeichenobjekt Volume Profile genauer an. Machen Sie eine einfache Sache: Klicken Sie links im Menü darauf und dann auf den Chart, um es aufzuziehen und ein Profil zu erstellen. Um in die Einstellungen zu gelangen, markieren Sie das Profil und klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf.
Das Werkzeug hat viele Einstellungen — wir gehen nicht auf alle ein, sondern nur auf die wichtigsten. Stellen Sie sicher, dass folgende Parameter gesetzt sind:
Mode— ProfileProfile type— Volume- Gruppe
Profile→Maximum levelssteuert den POC - Gruppe
Profile→Value areassteuert die Niveaus VAH und VAL (Linienstil und Verlängerung lassen sich anpassen) - Gruppe
Filter— Visualisierung großer Volumina: hilft, wirklich wichtige Balance-Zonen von durchschnittlichen und kleinen zu unterscheiden
Zusätzliche Werkzeuge: Anchored VWAP und Dynamic POC
Zusätzlich zum Volumenprofil gibt es noch zwei nützliche Zeichenobjekte.
- Anchored VWAP — der volumengewichtete Durchschnittspreis, eine Art „gleitender Durchschnitt auf Steroiden". Er liefert im Trend ein zusätzliches Niveau: Zu ihm zieht es den Preis bei Rücksetzern hin.
- Dynamic POC — zeigt, wie sich das POC-Niveau über den Zeitraum, für den Sie das Profil aufbauen, verschoben hat. Das Profil selbst zeigt nur das Endbild zum Zeitpunkt des Zeichnungsendes, aber der Markt erinnert sich noch eine gewisse Zeit an vergangene POC-Niveaus — es ist nützlich zu wissen, wo diese lagen.
⚠️ Wichtig: Lassen Sie sich nicht täuschen und deuten Sie einen Anstieg des Preises über den POC nicht als vollständige Trendumkehr. Der POC ist nur ein einzelnes Niveau und hat weniger Gewicht als die gesamte Balance-Spanne.
Profil + Footprint: die erste Verknüpfung
Und jetzt der Moment, für den wir das ganze Modul durchlaufen haben: zwei Werkzeuge auf einem Bildschirm.
Suchen Sie im Chart die jüngste, klar erkennbare gerichtete Bewegung — nach oben oder nach unten — und bauen Sie darüber ein Volume Profile auf. Wechseln Sie jetzt oben in der Leiste zu Footprint: Vor Ihnen liegt ein fertig eingerichteter Arbeitsbereich für eine vollständige Marktanalyse und die Suche nach Einstiegsmustern.
Das Profil zeigt eine Zone, zu der der Preis oft zurückkehrt. Aber für sich genommen sagt es nicht, wann man einsteigen soll: Der Preis kann ein Niveau oder eine Volumenzone erreichen und glatt hindurchlaufen.
Hier beantwortet Footprint beim Eintritt in die Zone die Frage, was gerade jetzt passiert, während des Tests einer wichtigen Zone oder eines wichtigen Niveaus (erinnern Sie sich an Absorption und Ungleichgewicht aus Lektion 2.1?):
- Der Preis erreicht den POC, im Cluster zeigt sich Absorption — die Zone hält, die Glocke hat geläutet;
- Der Preis erreicht ihn, und im Cluster zeigt sich einseitig durchlaufendes Volumen — die Zone ist durchbrochen, kein Einstieg.
💡 Tipp: Steigen Sie nicht ein, bevor die Glocke geläutet hat.
Das ist die erste Brücke zwischen den beiden Werkzeugen — und das erste Puzzleteil eines echten Handelssystems.
Als Nächstes: Sie haben jetzt zwei Werkzeuge zur Hand und haben sie bereits an einem Beispiel zusammengeführt. Aber ein Beispiel ist noch kein System: Es bleibt unklar, in welcher Reihenfolge man schaut, mit welchem Zeitrahmen man beginnt, was als Signal zählt und was als Rauschen. Jetzt beginnt die Praxis — das dritte Modul, in dem sich Footprint und Volume Profile zu einer einheitlichen Entscheidungsabfolge zusammenfügen. Trainiert wird das an historischen Daten, im Market Replay, ohne Risiko für Ihr Kapital. Damit machen wir weiter.



